Griechenland Grand Tour 2025 – gemeinsam mit dem Bischöflichen Gymnasium Petrinum in Linz
Wir, das sind Agnes, Livia, Marc und Patrick aus 7a/7b und ich, ihr Magister Latinus Ewald Cerwenka, durften uns heuer der traditionellen Grand Tour des Gymnasiums Petrinum in Linz anschließen und gemeinsam mit 20 Linzer Schülerinnen und Schülern die Wiege der europäischen Kultur in Griechenland erkunden.
Unsere Reise begann am 1. Juli zu Mitternacht vor dem Petrinum. Unter der Führung der reiseerprobten Prof. Julia Cerwenka – meiner ebenfalls der Klassischen Philologie ergebene Frau ;-) – starteten wir mit dem Bus der Fa. Komet ins Abenteuer, um dann mit der Fähre ab Venedig nach Griechenland zu gelangen.
Und was wir dort sahen, verzauberte uns: Wir stiegen unter die Erde und hoch empor in die Lüfte; wir sahen einzigartige Artefakte in situ, bestaunten aber auch kunstvolle Funde in den eindrucksvollsten Museen des Landes. Es waren so viele intensive Eindrücke, dass im Folgenden nur einzelne kleine Erinnerungen aufleuchten können.
Am ersten Tag in Griechenland ging es für uns in die mystische Höhlenwelt von Perama; am Abend nahmen wir Quartier am Fuße der jener Berge, die ob ihrer Meteora-Klöster weltberühmt wurden. Tags darauf gleich einer der Höhepunkte: Wir kamen wir zum Nabel der antiken griechischen Welt, nach Delphi, wo wir – nach dem ersten Stop in Dodona – schon das zweite antike Orakel befragen konnten. Und das meinte es offenbar gut mit uns: Denn dank unserer Profi-Dolmetscherin Irini Lambrakis, L-Prof. am Linzer Privatgymnasium, durften wir selbst trotz später Stunde noch ins Museum und konnten am darauffolgenden Morgen schon das Ausgrabungsgelände zu erkunden.
Am nächsten Tag stand das byzantinische Kloster Hosias Lukas und seine sakrale Kunst am Programm, dann setzten wir unsere Reise fort über den Isthmus von Korinth bis nach Tolon, unserem dritten und letzten Campingplatz. Dort verbrachten wir die restlichen Tage: die Schüler:innen in ihren Zelten, die Lehrer in luxuriösest ausgestatten Holzhütten mit fließendem Wasser.
Von Tolon aus erkundeten wir die verschiedenen Ecken des Peloponnes. Wir brachen nach Tiryns und Epidaurus auf, wo wir unter der fachkundigen Führung der Griechisch-Professor*innen Julia Cerwenka und Lukas Öttl zu Expert*innen in griechischer Theaterkultur und Heilkunst wurden. Wir ließen von den Ausgrabungen Heinrich Schliemanns im mythischen Mykene, dem Sitz des gefürchteten Königs Agamemnon, fesseln und folgten den antiken Spuren bis nach Korinth, zum Tempel des Apollon und der dortigen Agora.
Schließlich brachte uns der Buschauffeur Martin in seinem Luxusbus auch zum Herz der griechischen Kultur nach Athen. Dafür waren wir extra in den frühen Morgenstunden aufgebrochen, um der mittäglichen Hitze von Helios‘ Sonnenwagen zu entgehen. Die Akropolis und der Parthenon-Tempel waren die Mühsal frühen Aufstehens und die Hitze aber allemal wert.
An unserem letzten Tag ging die Fahrt nach Olympia, zu einem der sieben antiken Weltwunder und dem einstigen Austragungsort der olympischen Spiele. Danach aber ging es schon weiter nach Patras, von wo uns unsere Fähre nach Venedig und der Bus dann am 11.Juli wieder zurück in heimische Gefilde brachte.
Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle meiner Frau sowie den mitfahrenden und leitetenden Professor*innen Irini Lambrakis, Lukas Öttl und Markus Mistlberger: Es hat uns sehr gefreut, dass wir erstmals an eurer traditionellen Griechenland-Reise teilnehmen durften. Mögen uns die Götter auch in Zukunft gewogen bleiben, mögen sich unsere freundschaftlichen Wege noch öfter kreuzen!
Ewald Cerwenka

