April 2015 / AbsolventInnen
stefanie bran

Mein Name ist Stefanie Brandstetter und ich habe 2013 erfolgreich am Europagymnasium Baumgartenberg maturiert. Derzeit studiere ich mit Herzblut Forstwirtschaft sowie Holz-und Naturfasertechnologie. Ich werde dem Studienplan entsprechend im Sommer 2016 meine beiden Bachelorstudiengänge abschließen.

Vorweg ein herzliches Dankeschön an die Schule. Es freut mich, dass ich die Einladung erhalten habe, mich auf der „What’s Up“ - Seite des Europagymnasiums kurz zu präsentieren, insbesondere deshalb, da ich eindeutig nicht dem Bild einer Musterschülerin entsprochen habe.

Stürmische und durchwegs lustige Partynächte, sowie mein permanentes Engagement bei zahlreichen Vereinen (Sportverein, Gardeverein, Chor, etc.) dominierten meine Jugendjahre in der Oberstufe des Europagymnasiums. Ein umfangreiches Hausübungspensum, Vorbereitungen auf fordernde Stundenwiederholungen und Lernen für anspruchsvolle Schularbeiten kümmerten mich damals nur wenig. Ein Leben wie Gott in Frankreich-STOP!- Diese Flausen in meinem Kopf wurden seitens des Lehrkörpers am Europagymnasium schnell beseitigt. Anfangs eher weniger begeistert vom nachhaltigen Interesse des Kollegiums an meinen schulischen Erfolgen, schaffte ich es letztlich mit meinen LehrerInnen gemeinsam, meinen „inneren Schweinehund“ zu besiegen. Die Vorbereitungen auf Prüfungen liefen bald besser und ich konnte so meinen Unternehmerführerschein mit Auszeichnung sowie meine Matura mit Bravour meistern.

Nach der Reifeprüfung am Europagymnasium folgte ein viermonatiger Auslandsaufenthalt in den USA und Kanada bei einer Gastfamilie. Es war ein unvergessliches Erlebnis, an das ich mich gerne erinnere. Diese Reise hat mich persönlich um einige Schritte weiter gebracht und meinen Horizont erweitert.

Nach reiflichen Überlegungen, was nun aus mir werden sollte, zugleich auch geprägt durch den elterlichen Sägewerksbetrieb, kam ich nach meinem Auslandsaufenthalt zu dem Entschluss, an der Universität für Bodenkultur zu inskribieren, um dort das Bachelorstudium Forstwirtschaft zu beginnen. Begeistert von meinem Studium entschloss ich mich, als zweites Studienfach „Holz-und Naturfasertechnologie“ zu beginnen. Ich bin im vierten Semester und schreibe mit großer Begeisterung und Freude meine Bachelor-Arbeit über „Die Holzmobilisierung in den österreichischen Privatwäldern“.

Forstwirtschaft und Sprachen?- Von der Globalisierung ist auch die Forst- und Holzbranche betroffen und hat sich daher auch zunehmend international entwickelt. Rohholzimporte, Schnittholzexporte und die Erfindung von WPC (Wood Plastic Composite, also Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffe) lassen die Holzbranche stark über die österreichischen Grenzen hinaus florieren. Das frühzeitige Erlernen der drei Fremdsprachen Englisch, Französisch und Spanisch am Europagymnasium verschaffte mir hier einen enormen Vorteil gegenüber meinen MitstudentInnen, da das Beherrschen von Fremdsprachen in der Forst-Holzbranche nach wie vor eher als Ausnahme gilt, aber immer stärker nachgefragt wird. Durch das hohe Niveau, das mir am Europagymnasium dank kompetenter Lehrkräfte (Dr. Giera, etc.) in den Fremdsprachen vermittelt wurde, konnte ich sämtliche Kurse an der Universität schnell abschließen und zugleich in Französisch und Spanisch jeweils das Niveau B2 erreichen. Zudem hatte ich die Freude, während meines Praktikums in der OÖ Landesregierung in der dortigen Forstabteilung sämtliche Bücher über die Douglasie von Französisch auf Deutsch zu übersetzen.

Neben dem vorgeschriebenen Studienplan absolviere ich einen außerordentlichen Kurs an der Universität Wien, der österreichweit als Jagdprüfungsersatz gilt. Dieser Kurs ist in 9 Module gegliedert, im Rahmen derer einem so manche „Schmankerl“, wie Singvögel anhand ihrer Singmelodie erkennen zu müssen, vorgesetzt werden. Durch diesen Kurs erfülle ich mir meinen Kindheitstraum, die Jagdprüfung bis zum Ende des Diplomstudiums ebenfalls abschließen zu können.

Meine Leidenschaft gilt neben der Jagd auch dem Dressurreitsport, den ich gemeinsam mit meiner Mutter betreibe. Dabei gelingt es mir, mich komplett zu entspannen und ich genieße die Zeit mit meinen FreundInnen im Reitstall.

In den Sommerferien erwartet mich bereits die nächste spannende Herausforderung, die es zu bewältigen gilt. Ich werde als Praktikantin bei einem renommierten Sachverständigen für Forst- und Agrarwirtschaft arbeiten, bei dem ich einen umfassenden Einblick in die Erstellung von Schätzgutachten und Bewertungen von Liegenschaften sowie auch über die Verwaltung von land- und forstwirtschaftlichen Gutsbetrieben erhalten werde.

Dank des Europagymnasiums wurde mir der Einstieg in mein Studium sehr erleichtert, da ich neben einem entsprechend relevanten Wissen auch auf nachhaltiges und selbstständiges Arbeiten vorbereitet wurde. Rückblickend bin ich sehr dankbar für die schöne aber auch strenge Zeit am Eurogym.

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass ich gesund bleibe, damit ich alle meine Ziele erreichen kann.

Stefanie Brandstetter eh