Dezember 2016 / AbsolventInnen
Elke Hinterdorfer

Nach der Volksschule in Mitterkirchen besuchte ich das Europagymnasium vom Guten Hirten Baumgartenberg. Hier fand ich Schulkameradinnen, die zu Freundinnen wurden. Neben Lernen, Lernen, Lernen und ein bisschen Herumalbern verflogen die Jahre wie im Nu und plötzlich steht man vor der Entscheidung: In welchen Fächern will ich maturieren? Drei Jahre später mit der Matura in der Tasche und nichtwissend, was ich beruflich einmal machen möchte, habe ich mich für ein FSJ -  Freiwilliges Soziales Jahr - in einer Caritas Tagesheimstätte mit geistig und/oder körperlich beeinträchtigten Menschen entschieden. Hier fand ich heraus, dass ich gerne mit Menschen arbeite und sie im Alltag unterstütze, so selbständig wie möglich zu sein. Da habe ich mir gedacht, dass ein Beruf im Gesundheits- bzw. Sozialbereich genau das Richtige für mich ist.

Ich erkundigte mich welche Möglichkeiten es in dieser Sparte gibt. Es stand fest, Physiotherapeutin oder Ergotherapeutin soll es werden. Aber mit der Entscheidung ist es nicht getan. Nach einigen theoretischen und praktischen Aufnahmetests -insgesamt an sieben Schulen- fiel mir ein Stein vom Herzen als ich die Zusage von der Akademie für Ergotherapie in Wien bekam. Nach dreijähriger Vollzeit Ausbildung -theoretisch und praktisch- erhielt ich 2007 mein Diplom zur Ergotherapeutin. Ich arbeitete zu Beginn in der Steiermark auf der Geriatrie, Psychiatrie und Neurologie. Anschließend wechselte ich wieder in mein Heimatbundesland nach Oberösterreich ins Wagner-Jauregg und anschließend an die Landesklinik Mauer/ Amstetten. Hier arbeite ich mit PatientInnen mit neurologischer Erkrankung (z.B. nach einem Schlaganfall, Multipler Sklerose, Parkinson,...). Gemeinsam mit den PatientInnen erarbeite ich durch die Krankheit verloren gegangene Wahrnehmung, Sensibilität, Muskelfunktionen, kognitive Leistungen und vieles mehr. Auch für den/die PatientIn wichtige Alltagsaktivitäten werden trainiert. Wichtig hierbei ist die größtmögliche Selbstständigkeit des Patienten/ der Patientin.

Seit November 2015 bin ich stolze Mutter eines Sohnes.

Ich hoffe ich konnte jemanden von euch für die Ergotherapie bzw. den Gesundheits- und Sozialbereich begeistern.